Verfahrensinformation

Die Kläger wenden sich gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Münster vom 30. September 2020 für die Errichtung und den Betrieb einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung im Abschnitt Asbeck - Haddorfer See. Die Leitung ist rund 33,5 km lang und gehört zum südlichen Teil des Gesamtvorhabens Dörpen/West - Niederrhein. Das im Außenbereich der Gemeinde Metelen belegene Grundstück der Kläger im Verfahren BVerwG 4 A 15.20 ist nur etwa 70 m von der Leitungstrasse entfernt. Sie machen – ebenso wie die Gemeinde Metelen (Verfahren BVerwG 4 A 16.20) – geltend, dass die Trassenwahl im Bereich Metelen abwägungsfehlerhaft sei. Eine großräumigere östliche Umgehung des Siedlungsbereichs von Metelen oder eine Erdkabelvariante seien vorzugswürdig. Der Kläger im Verfahren BVerwG 4 A 17.20 ist Eigentümer landwirtschaftlicher Grundstücke im Bereich Wettringen, die für Maststandorte und Schutzstreifen der Leitung in Anspruch genommen werden. Er wendet sich gegen die konkrete Art und Weise der Trassenführung im Bereich seiner Grundstücke. Die Parallelführung der geplanten und einer bereits vorhandenen 380-kV-Leitung belaste ihn übermäßig; demgegenüber sei eine gemeinsame Führung der beiden Leitungen auf den neu zu errichtenden Masten geboten.


Pressemitteilung Nr. 67/2022 vom 10.11.2022

Klagen gegen Höchstspannungsfreileitung im Bereich Metelen und Wettringen erfolglos

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute Klagen gegen eine Höchstspannungsfreileitung abgewiesen.


Der angefochtene Planfeststellungsbeschluss genehmigt die Errichtung und den Betrieb einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung im Abschnitt Asbeck - Haddorfer See. Die Leitung ist rund 33,5 km lang und gehört zum südlichen Teil des Gesamtvorhabens Dörpen/West - Niederrhein.


Die Gemeinde Metelen und dort im Außenbereich in der Nähe der geplanten Leitung wohnende Kläger konnten mit ihren Einwänden gegen die Trassenwahl im Bereich Metelen nicht durchdringen. Der Planfeststellungsbeschluss hat sich frei von beachtlichen Abwägungsfehlern gegen eine großräumigere östliche Umgehung des Siedlungsbereichs von Metelen oder eine Erdkabelvariante entschieden. Der Kläger, der in Wettringen Landwirtschaft mit Direktvermarktung ab Hof betreibt, kann nicht verlangen, dass im Bereich seiner Grundstücke auf eine Parallelführung der geplanten mit einer bereits vorhandenen 380-kV-Leitung verzichtet wird und beide Leitungen gemeinsam auf den neu zu errichtenden Masten geführt werden.


BVerwG 4 A 15.20 - Urteil vom 10. November 2022

BVerwG 4 A 16.20 - Urteil vom 10. November 2022

BVerwG 4 A 17.20 - Urteil vom 10. November 2022