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Suchergebnisse für „BVerwG%201%20C%2016.19“

Verfahrensinformationen zu BVerwG 1 C 16.19

Kindernachzug zum anerkannten Flüchtling

Das zusammen mit den Verfahren BVerwG 1 C 9.19 u.a. zu verhandelnde Verfahren betrifft die umgekehrte Konstellation des Kindernachzugs eines während des Asylverfahrens des Vaters volljährig gewordenen Kindes zu seinem in Deutschland als Flüchtling anerkannten Vater.

Die im Januar 1999 geborene Klägerin ist syrische Staatsangehörige und lebt derzeit in der Türkei. Dem Vater der Klägerin wurde auf seinen im April 2016 gestellten Asylantrag mit Bescheid vom 24. Juli 2017 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Im September 2017 erhielt er eine für drei Jahre gültige Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 AufenthG. Den im August 2017 gestellten Antrag der Klägerin auf Erteilung eines Visums zum Familiennachzug lehnte das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul ab.

Das Verwaltungsgericht hat die Beklagte zur Visumerteilung verpflichtet. Die Klägerin sei als minderjähriges Kind i.S.v. § 32 Abs. 1 AufenthG nachzugsberechtigt. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Minderjährigkeit sei bei unionsrechtskonformer Auslegung unter Berücksichtigung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 12. April 2018 - C-550/16 - der Zeitpunkt der Asylantragstellung des zusammenführenden Elternteils. Die Erwägungen des EuGH seien auch auf die hier zu entscheidende Fallgestaltung übertragbar. Dagegen richtet sich die Sprungrevision der Beklagten.

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