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Suchergebnisse für „BVerwG%205%20C%208.18“

Verfahrensinformationen zu BVerwG 5 C 8.18

Ausbildungsförderung für Masterstudiengang an mehreren europäischen Universitäten

Die Beteiligten streiten darüber, ob dem Kläger Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) für Studienaufenthalte in Brüssel (Belgien) und Tilburg (Niederlande) im Rahmen eines Masterstudiengangs an einer englischen Universität zusteht.

Der Kläger studierte von Anfang September 2010 bis Ende September 2011 an der Manchester Metropolitan University im Masterstudiengang Polis European Urban Cultures. Seinen Antrag auf Gewährung von Ausbildungsförderung für Studienaufenthalte von jeweils zwei Monaten in Brüssel und Tilburg, die er im Rahmen dieses Studiengangs absolvierte, lehnte die beklagte Region mit der Begründung ab, eine Ausbildung im Ausland werde nur gefördert, wenn sie mindestens sechs Monate oder ein Semester oder im Fall einer mit der besuchten Ausbildungsstätte vereinbarten Kooperation mindestens 12 Wochen dauere.

Nach erfolgloser Klage vor dem Verwaltungsgericht hat das Oberverwaltungsgericht der Berufung des Klägers stattgegeben und die Beklagte verurteilt, dem Kläger für beide Studienaufenthalte die gesetzlich vorgesehene Ausbildungsförderung zu bewilligen. Nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, Abs. 2 Satz 3 BAföG sei der Besuch einer in der Europäischen Union gelegenen Ausbildungsstätte u.a. dann förderfähig, wenn die Ausbildung mindestens sechs Monate oder ein Semester dauere. Das sei hier der Fall. Die Studienaufenthalte in Brüssel und Tilburg dürften nicht separat betrachtet werden. Bei einer Ausbildung in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, die wie hier zwingend Aufenthalte an weiteren Ausbildungsstätten in anderen Mitgliedstaaten vorsehe, sei die in § 5 Abs. 2 Satz 3 BAföG vorgegebene Mindestaufenthaltsdauer nicht auf die einzelne Ausbildungsstätte, sondern auf die Ausbildung insgesamt zu beziehen.

Hiergegen wendet sich die Beklagte mit der vom Bundesverwaltungsgericht zugelassenen Revision.

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